Montag, 23. November 2015

Futter. Juckerei. Haarverlust.

Hallo zusammen!

An dieser Stelle möchte ich euch erzählen, was uns in den letzten Wochen passiert ist. Wie ihr vielleicht wisst, hatten wir immer Probleme, was Wera und das (Trocken-)Futter betrifft. Leider war es nicht nur das komplette verweigern des Trockenfutters. Je nach Futtersorte reagierte Wera mit verschiedenen Sympthomen (sofern sie das Futter überhaupt angerührt hat...). So entwickelte sie z.B. eine extreme Schuppenbildung und Haarverlust und lit unter starkem Juckreiz, vorallem an den Schenkeln, den Pfoten und im Analbereich. Einige von euch werden die Zeichen kennen - alles schloss auf eine Allergie hin! 




Besuch beim Tierarzt 

Als wir beim Tierarzt waren, um ihre Analdrüsen ausdrücken zu lassen (ebenfalls ein mögliches Sympthom einer Allergie), sprach ich das Thema an. Er riet mir zu einer Ausschlussdiät. Wir wählten ein hochwertiges Trockenfutter mit Huhn und fütterten es über 2 Monate lang, zusammen mit den Zusätzen, von denen ich hier berichtet hatte. Die Zeit verging und am Anfang erschien es uns als ob sich ihr Zustand allmählich verbesserte. Blieb nur noch das altbekannte Problem, dass sie das Futter ungern fraß. Als wir (wieder einmal) an dem Punkt angekommen waren, an dem sie ihr Futter komplett verweigerte, beschlossen wir eine Mahlzeit zu ersetzen - und zwar mit Nassfutter. Ab diesem Zeitpunkt bekam sie also Mittags ihr Trockenfutter mit verschiedenen Toppings und Abends Nassfutter. 

Nassfutter - der große Renner!

Wie ihr euch sicherlich denken könnt, liebte sie das Nassfutter und war suuuper aufgeregt und hibbelig, sobald sie nur die Dose sah. Das Trockenfutter mittags fraß sie zwar, aber mit großer Unlust. Was soll ich sagen? Eine Woche ging es gut, dann Durchfall. Wie die Male zuvor hat sie das Trocken- und Nassfutter zusammen exakt 7 Tage vertragen, dannach war Schluss. Ich hatte gehofft, dass sie es vielleicht besser vertragen würde, wenn wir Trocken- und Nassfutter nicht direkt zusammen verfüttern (wie wir es früher gemacht hatten, damit sie das Trockenfutter fraß), aber das war wohl ein Wunschgedanke. Anscheinend verträgt Wera kein Trocken- und Nassfutter zusammen, selbst wenn einige Stunden zwischen den beiden Fütterungen liegen. 

Und jetzt?

Bereits in der einen Woche, in der ich ihr beide Futterarten fütterte, konnte ich sehen was für Welten dazwischen lagen, wenn ich Wera Trockenfutter vorsetzte und wenn ich ihr Nassfutter gab. Sie hatte eine solche Freude beim Fressen, die ich so bei ihr noch nie gesehen hatte! Also beschloss ich ins kalte Wasser zu springen und auf reine Nassfütterung umzustellen. Erstaunlicherweise vertrug sie diese Fütterung sehr gut und sie war super glücklich, dass sie es geschafft hatte mich dazu zu bewegen ihr nur Nassfutter zu geben. Näherte sie sich beim Trockenfutter nicht mal dem Napf, so konnte es ihr jetzt nicht schnell genug gehen. Und wenn Hund glücklich ist, ist es das Frauchen auch ;D  

Leider noch kein Happy End

Die ersten beiden Wochen vergingen und alles war in Ordnung, außer der ständigen Juckerei - mal mehr mal weniger - und das extreme haaren. Ich dachte mir: "Ok, das haaren kommt vielleicht vom Fellwechsel und die Juckerei hört bestimmt auch irgendwann auf." Hinzu kam die Tatsache, dass Wera das Dosenfutter teilweise nicht richtig verwerten konnte. Der Reis kam so hinten wieder raus, wie er vorne reingemapft wurde. Eine Freundin riet mir eine Heilerde-Kur zu machen, die würde die Darmflora aufbauen und da vielleicht helfen. Gesagt getan. Noch am selben Tag Heilerde und Yoghurt besorgt, vermischt und Wera vor die Nase gestellt. Und was macht sie? Sie weigert sich die Yoghurt zu fressen! Ich dachte das gibts doch nicht! Jeder Hund liebt Yoghurt! Tjah meine wohl nicht, wie es scheint. Also Yoghurt auf den Finger gemacht und abschlecken lassen. Das gefiel ihr! Die nächsten drei Tage ging es so weiter. Aus ihrem Napf wollte Madam die Yoghurt nicht, aber von meinem Finger schien er ganz gut zu schmecken. 

Der vierte Tag

Doch dann am vierten Tag (nachts um genau zu sein) weckt sie mich. Sie muss dringend raus - Durchfall. Dieser hält 2 Tage an. An diesen Tagen sollte sie Schonkost bekommen. Ich kochte ihr Haferschleim - wollte Madam nicht. Ich mischte ihr Hüttenkäse unter - wollte Madam auch nicht. Hunger hatte sie aber, das merkte man. Also zum letzten Mittel gegriffen: ein Babygläschen mit Hühnchen! Zusammen mit selbstgekochtem Milchreis schmeckte es ihr sehr gut! Trotzdem war das keine Lösung. Ich wusste nicht mehr was ich füttern kann und was nicht!

Der zweite Besuch beim Tierarzt in 2 Wochen

Am Montag der dritten Woche beschloss ich mit Wera zum Tierarzt zu gehen und einen Allergietest machen zu lassen. Ich weiß, dass diese Tests nicht immer genau sind, aber ich erhoffte mir davon zumindest eine grobe Richtlinie was ich füttern konnte und was nicht. Unser Tierarzt nahm Wera also Blut ab und schickte es ein. 4 Tage später könnte ich anrufen, dann sei das Ergebnis da, meinte der Doc. Bei einigen Dingen war ich mir ziemlich sicher, dass sie postitv darauf reagieren würde (Rind und Schwein), aber bei allen anderen konnte ich auch nur raten. Also bekam sie, bis wir das Ergebnis hatten, weiterhin Hühnchen Dose. Die Spannung stieg bis Donnerstag ins ermessliche. Ich wollte endlich wissen woran ich war! Und ich wollte meinem Hund helfen, gegen den Juckreiz und alles andere was sie vielleicht durch das falsche Futter noch piesakte.

Das Ergebnis

Dann kam er endlich, der Donnerstag. Ich rief bei unserem Tierarzt an und er teilte mir mit:

Wera ist allergisch gegen: Huhn, Rind, Schwein, Lamm, Pferd, Wild, Lachs, Kuhmilch und Mais.

Als fleischliche Proteinquelle darf sie lediglich: Ente, Pute und Kanninchen. Reis und Kartoffel ist zum Glück auch negativ ausgefallen.

Ok, ich wusste zwar, dass Wera auf einige Dinge reagieren würde, aber das es dann doch soo viele sind, hatte ich nicht erwartet. Mir tut es vorallem für sie leid, das ihr Speiseplan nun so "eingeschränkt" ist.

Nun ist guter Rat teuer

Jetzt fragt ihr euch bestimmt, was Wera nun zu fressen bekommt. Wir haben nach langem überlegen eine gute Lösung gefunden. Wir werden euch demnächst im (vorerst) letzten Teil unserer Reihe "Die Suche nach dem perfekten Futter" davon berichten.   

Bis dahin wünschen Wera und ich euch eine schöne Woche! ~

  

Kommentare:

  1. Mensch, das ist ja eine nicht endende Geschichte mit ganz bösen Höhenpunkten. Ich bin nun wirklich gespannt, was Wera vertragen kann und was heute auf ihrem Speiseplan steht. Nun, viel Auswahl hat man dabei wahrscheinlich nicht….

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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    1. Ja, ich sage dir, dass ist wirklich eine nie endende Geschichte...obwohl ich ja hoffe, das wir irgendwann das richtige Futter finden werden. Ich denke wir sind jetzt auf einem guten Weg. Wir versuchen einfach das Beste aus der Situation zu machen! :D

      Liebe Grüße
      Wera und Frauchen Corinna

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  2. Hallo Ihr Lieben,
    nun haben wir euch endlich auch gefunden und direkt mal auf unsere Follower-Liste gesetzt :)
    Ab sofort schnüffeln wir mal öfters vorbei.

    Das mit Weras Futterallergie ist ja wirklich blöd - wir drücken weiterhin die Daumen.
    Wuff, Deco + Pippa

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    1. Hallo!
      Schön, dass ihr den Weg zu uns gefunden habt! :D

      Wauzelige Grüße
      Wera und Corinna

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