Mittwoch, 2. März 2016

[Neues von Frau Zweibein] Ein hohes Bellen halte über das Feld...


Hallo liebe Blog-Leser!

Vor ein paar Tagen waren Wera und ich, zusammen mit meiner besten Freundin und Wera's bester Freundin, auf dem Feld unterwegs, als wir ein immer näher kommendes hohes Bellen hörten. Einige Sekunden später zischte ein freilaufender Hund an uns vorbei in Richtung Landstraße. 


 
Verdutzt schauten wir uns an und auch die Hunde waren im ersten Moment ziemlich verwirrt. Das Bellen entferne sich und es wurde wieder still. Wir schauten in alle Richtungen und horchten, aber wir hörten weder Rufe noch sahen wir einen Menschen hinter seinem Hund herhasten. Was also tun?

Wir warteten einige Sekunden, ob vielleicht doch noch ein Mensch auftauchen würde, der verzweifelt seinen Hund sucht. Aber Fehlanzeige. Stattdessen kam der Hund zurückgelaufen. In einer solchen Situation muss man sich schnell entscheiden, ob man handelt oder nicht. 

Die Frage, die natürlich in unseren Köpfen herumgeisterte war: Ist der Hund abgehauen? Es handelte sich um einen Jagdhund, da ist das ja durchaus schonmal möglich. Oder gehörte der Hund zu den angrenzenden Häusern und war nur alleine unterwegs? Es soll ja Hunde geben, die alleine spazieren gehen. Meine Freundin und ich beschlossen auf Nummer sicher zu gehen und starteten einen Einfangversuch auch wenn solche Einfangversuche sehr kontraproduktiv sein können, wenn der Hund super ängstlich ist. Da dieser Hund allerdings keinen ängstlichen Eindruck gemacht hat, sondern vielmehr neugierig war, riefen wir ihn mit Engelszungen zu uns. Und er kam tatsächlich. Ich drückte meiner Freundin Wera's Leine in die Hand - mit Wera konnte ich leider nicht näher heran sonst wäre sie ausgerastet. Also ging meine Freundin vorsichtig mit ihrer Hündin auf den Hund zu - leider ergriff dieser die Flucht, als ihre Hündin anfangen wollte mit ihm zu spielen. Wir riefen ihn wieder zu uns und diesmal kam er in meine - und damit auch Wera's Richtung gelaufen. Leider kam er nicht weiter als ein paar Meter an uns heran, da Wera ihm sofort die Zähne zeigte. Diesmal ergriff er dann ganz die Flucht und verschwand um die nächste Ecke. 

Meine Freundin drückte mir ihre Hündin in die Hand und rannte hinterher. Gefühlte 10 Minuten stand ich also mit 2 hibbeligen Hunden auf dem Feld und wartete und wartete. Und wir alle lauschten. Doch es war nichts zu hören oder zu sehen. Die Hunde wurden unruhig und ich beschloss gerade meiner Freundin langsam hinterherzugehen, da kam sie um die Ecke - allein und völlig außer Atem. Sie erzählte das hinter der nächsten Ecke seelenruhig ein älterer Herr stand, dem der Hund wohl gehörte. Der Hund muss wohl zu ihm gelaufen sein und er hat ihn wie selbstverständlich wieder an die Leine genommen. Das meine Freundin hinter seinem Hund hergerannt war quitierte er wohl mit einem befremdlichen Blick und einem Stirnrunzeln. Gesagt hat er allerdings nichts, sondern ist nur in die andere Richtung davon gegangen.

Und wir? Ja wir kamen uns ziemlich doof vor. Aber was, wenn der Hund doch abgehauen wäre? Dann nicht versucht zu haben ihn einzufangen, wäre in meinen Augen noch schlimmer gewesen.

Wie wärt ihr mit dieser Situation umgegangen? Oder wart ihr vielleicht selber schonmal in einer solchen Situation? Hättet ihr auch versucht ihn einzufangen oder hättet ihr ihn seiner Wege gehen lassen?

1 Kommentar:

  1. Das ist immer so eine Frage und kommt sicher auf die Situation an. Habe ich Zeit, wie groß ist der Hund, wie gefährlich ist die konkrete Situation und vor allem wie reagiert Socke. Wenn sie denn Hund anbellt oder in der Situation nicht mit zieht, dann würde ich den fremden Hund auch ziehen lassen. Ich selber habe schon weggelaufene Hunde gesehen und konnte den suchenden Haltern helfen, diese zu finden.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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